Runde 12: Hang sei Dank weiter auf Gesamtplatz 5

Die vergangene Ligarunde stand wieder ganz im Zeichen des Hangwindes. So verabredete man am Freitag sich am Samstag um 7 Uhr in der Frühe zum Start bereit zu halten.

Die Flugtaktik sah vor, sich zuerst zum Ith-Höhenrücken schleppen zu lassen, um dort das Rennen zu beginnen. Während Reinhard Schramme mit Copilot Karsten Fahrenkamp im Arcus und Michael Sasse im Ventus bereits den Hang erreicht hatten, zögerte Christine Grote den Start noch etwas hinaus. Ihr Discus ist ein reines Segelflugzeug, was bedeutet, dass bei zu schwachen Bedingungen eine Außenlandung bereits früh um 8 Uhr nicht zu vermeiden wäre. Über ein Onlinesystem beobachtete sie die Fliegerei ihrer Vereinskollegen. Da diese ganz offensichtlich sehr schlechte Bedingungen vorgefunden hatten entschied sie sich es Richtung Porta Westfalica zu versuchen. Aber auch dort war es nicht besser und so landeten Sasse und Grote bereits wieder nach einer guten Stunde Flugzeit.

Doch dann frischte der Wind auf und Motivator Schramme, der es bis dahin geschafft hatte sich in der Luft zu halten, motivierte aus der Luft zu einem erneuten Start. Also auf ging es zum zweiten Versuch. Der Wind wurde entgegen der Vorhersage immer noch besser und so starteten auch weitere Vereinsmitglieder zum Hangrennen. So war man am Abend mit 3 Flügen in der Wertung, die mit Schnittgeschwindigkeiten größer 110 km/h gar nicht so schlecht anmuteten.

Gegen 21 Uhr mussten sich die Sportler aber wieder der grausamen Realität stellen. Das Wetter im Süden hatte es der Konkurrenz erneut ermöglicht mit Schnitten über 130 km/h zu glänzen, sodass die Rintelner bis auf Platz 12 in der Rundenwertung abrutschten. Es ist einfach nicht ihr Jahr!

Es war aber auch einfach nicht ihr Tag, denn am Nachmittag musste die Schleppmaschine auf Grund eines Schadens stillgelegt werden, der Fahrmotor der Seilwinde überhitzte, da das Kühlsystem kaputt ging und so stand fest, dass der Sonntag als Wertungstag verloren gehen würde. Es schien nicht weiter schlimm, da die Wetterprognose keine Hoffnung gemacht hatte, aber man weiß ja nie.

Und dieses „das weiß man nie“ trat tatsächlich am Sonntag ein. Der für in der Frühe vorhergesagte Regen blieb aus und der Wind stand stark genug aus optimaler Richtung auf dem Hang. Reinhard Schramme nutzte die Chance, dass er mit seinem Arcus einen so genannten Eigenstart machen kann, also auch ohne Schleppmaschine oder Winde starten kann, und ging an den Hang. Die bald aufkommenden Schauer markierten seine Wendepunkte, aber, so berichtete er am Abend, sie waren immer gerade an den Stellen, die den Flug am wenigsten behinderten. Er legte nochmal all sein Können in die Waagschale um die bisherige Platzierung des Vortages wenigstens noch etwas zu verbessern nach dem Motto „never give up“.

Nach Ablauf der 2 Stunden schafften sie es nach der Landung gerade noch trocken in den Anhänger. Im Vereinsheim wurde das Ergebnis dann im Debriefing bestaunt. Mit einer Schnittgeschwindigkeit von 137 km/h setzte er sich an die Spitze der Rintelner Piloten und durch diesen Flug kletterte der Verein in der Rundenwertung immerhin in der auf Platz 10 hoch. Schade, dass Michael Sasse mit Stephan Beck, die am Vortag 124 km/h und 122 km/h schnell waren, nicht in die Luft gebracht werden konnten. Wenn sie ebenfalls Schnitte über 130 km/h erreicht hätten,…. Aber war mehr leider nicht drin.

Den Rundensieg holte sich der SV Bad Wörishofen, der in den herausragenden thermischen Bedingungen sogar zwei Flüge mit Schnittgeschwindigkeiten deutlich über 140 km/h in die Wertung brachte.

Die SFG Donauwörth lag zwar in dieser Runde nur auf Platz zwei, aber der amtierende Weltmeister der Clubklasse Stefan Langer steuerte einen herausragenden Flug mit 154 km/h über 2 Stunden entlang des Erzgebirges. Der 3. Platz ging an den Luftsportring Aalen, der seine thermische Rennstrecke entlang der Schwäbischen Alb nutzen.