
Die Platte hängt, denn wieder einmal bleibt über das vergangene Ligawochenende zu berichten, dass die Bedingungen für unsere Mannschaft in Rinteln sehr schwierig waren. Und wie soll es anders sein, auch dieses Mal war der Süden Deutschlands vom Flugwetter massiv begünstigt.
Die rege Aktivität am Samstagmorgen ab 4 Uhr in der Frühe, rührte nur daher, dass die Jugendgruppe ein Sunrise-Fliegen organisiert hatte. Zumindest diese Aktion war ein voller Erfolg. Nach drei Jahren in Folge, an denen sich die Sonne zur Aufgangszeit mehr oder weniger hinter Wolken versteckt hatte, gab es in diesem Jahr einen freien Blick auf den aufsteigenden Feuerball.
Die Thermik für die Bundesligapiloten und alle anderen Flugbegeisterten war jedoch den ganzen Tag über sehr schwach und die Luftraumeinschränkungen durch den Tag der Bundeswehr erschwerten das Spiel des LSV Rinteln zudem. So musste der Samstag als Wertungstag aufgegeben werden und die Hoffnung verlagerte sich auf den Sonntag.
Die Thermikprognose versprach auch an diesem Tag nichts Gutes, aber der einsetzende Wind aus Süd, schien die Chance des Tages zu bieten. So machten sich vier Teams daran Punkte für die Aufholjagt zu sammeln. Alle flogen ein Jojo zwischen den Wendepunkten Lübbecke und dem Ende des Höhenrücken des Süntel’s nördlich von Hameln. Am schnellsten war Michael Sasse mit 112 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit im zweistündigen Wertungsfenster. Auf Platz 2 in der internen Wertung lag das Team Reinhard Schramme mit Rolf Bödeker mit 108 km/h, gefolgt von Daniel Schramme mit 106 km/h und Stephan Beck mit einem 105er Schnitt.

Auch wenn man den Sprung an die Hänge des Ith’s nicht geschafft hatte, sah die Wertung am frühen Sonntagabend fantastisch für den Verein an der Weser aus.
Aber, je weiter der Abend voranschritt, je mehr Südvereine luden nach einer späten Landung und einem langen Thermiktag ihre Flüge ins Netz und setzten sich vor die LSV Piloten.
So endete die Runde 10 mit Platz 5 für Rinteln hinter der FLG Dettingen auf Platz 1, dem Segelflug Zentrum Königsdorf auf Platz 2 und dem LSV Schwarzwald auf dem 3. Treppchenplatz, gefolgt vom FSV Laichingen.
In der Gesamtwertung liegt der LSV Rinteln unverändert auf Platz 5 und der Abstand von 31 Punkten zur Spitze bleibt leider auch unverändert groß. Die 4 Südvereine an der Ligaspitze tauschten lediglich ihre Plätze, so dass Königsdorf mit 141 Gesamtpunkten die Wertung anführt und den FSC Odenwald Walldürn mit 137 Punkten auf Platz 2 verwiesen hat. Platz 3 hat aktuell mit 118 Punkten der LSV Bad Wörishofen inne.
Und wieder bleibt die Hoffnung, dass am kommenden Wochenende die Wetterverteilung mal andersherum ist, schwaches Wetter im Süden und Hammerwetter im Norden.