Runde 1: Rechnen wir nicht länger rum, sondern gehen einfach fliegen!

Die Urlaubsflieger in den französischen Alpen teilten mit den Kollegen der Nordalpen die Wetteroptik. Ihre Flüge können allerdings nicht in die Wertung eingehen, da der Startplatz nicht in Deutschland liegt.

Die erste Runde ist absolviert! Unsere erfolgsverwöhnten Rintelner hätten zwar gerne noch ein paar Punkte mehr erfolgen, aber mit nur 4 Flugzeugen und nur einem thermisch gut nutzbaren Tag hat die, durch die Osterferien dünn besetzte, Mannschaft einen soliden Einstieg in die neue Bundesligasaison gefunden.

Auf Grund des Feiertages trafen sich die motivierten Überlandflieger dieses Mal bereits am Donnerstagabend zum gemeinsamen Studium des Wetterberichts. Schnell war klar, dass zumindest in Norddeutschland allein der Samstag Potential für schnelle Flüge bieten würde. Welche Linie dabei allerdings die beste Wahl sein sollte, erwies sich in der Prognose als schwierig. So brachte von Donnerstagabend bis Samstag in der Früh jedes Wetterupdate ein anderes denkbares Szenario.

Nach intensivem kommunikativem Austausch über die Vielzahl der Möglichkeiten riss Rolf Bödeker irgendwann die Fliegerschar mit den Worten „rechnen wir nicht länger rum sondern gehen einfach fliegen“, aus ihren Überlegungen. Dieser „Taktik“ schlossen sich Michael Sasse und Willi Wielage gerne an und so wurde erst in der Luft bei einer niedrigen Basishöhe von 700 Meter beschlossen, die Maschinen Richtung Nordwesten zu treiben. Auf dem ersten Schenkel flogen alle so tief, dass über die Techniken der Spargelernte gewitzelt wurde.
Nördlich des Mittellandkanals standen die Bärte zwar nicht mehr dicht an dicht aber die Piloten konnten auch in niedriger Höhe komfortabel und schnell bis Friesoythe ein kleines Fluglände nordwestlich von Varrelbusch gleiten. Nach diesem ersten Wendepunkt und ließen drei der Flieger ein Jojo im Gebiet des besten und schnellsten Wetters folgen.

Bernd Konitz in seinem Discus setzte Akzente mit einem flächigen Dreieck dass ihn nach seinem ersten Wendepunkt bei Achmer ebenfalls an den Flugplatz im Norden brachte und dann wieder nach Rinteln zurück. Da er mit der Streckenwahl nicht nur auf der Windachse bleiben konnte war seine Durchschnittsgeschwindigkeit etwas geringer als die seiner Kollegen. In der Rintelner Vereinswertung um den Weser-Speed-Cup Pokal, werden solche Dreiecke besonders belohnt, obendrein wenn man vorab festlegt wo gewendet wird. Das macht die Sache meist durchaus kniffliger.

Am Sonntag war auf Grund der schwächeren Thermik keine Verbesserung möglich und so wurden die schwächeren Bedingungen einfach zum Training und der Freude in der Luft zu sein oder eben für die Eiersuche im Familienkreis genutzt.

Die Fliegerfreunde im Bayrischen Wald, auf der schwäbischen Alb und auf der Alpennordseite konnten an beiden Tagen tolle Flüge absolvieren und so gewann der LSV Straubing vor dem Segelflugleistungszentrum Königsdorf und dem SFV Bad Wörishofen verdient die erste Runde.